Storieta
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=Die Finanzierung kriegswichtiger Unternehmungen= 115-131 Stickstofffrage 115-122. Reichsstickstoffwerke 122-124. Stickstoffhandelsmonopol 124-127. Kriegsrohstoff-Abteilung und Reichsschatzamt 127, 128. Handels-U-Boote 128-131.

=Kriegskosten und Sparsamkeit= 132-139 Entwicklung der Kriegsausgaben 132, 133. »Geld spielt keine Rolle« 134-136. Stabilität der Kriegsausgaben vom Frühjahr 1915 bis zum Herbst 1916. Legendenbildung über Geldverweigerung des Reichsschatzamtes 136-139.

=Die Kriegsanleihen= 139-153 Methoden zur Aufbringung der Mittel für die Kriegführung 139-142. Der Gedanke der finanziellen Wehrpflicht 145. Deutsche und englische Anleihepolitik 145-151. Ungeheure Steigerung der Kriegsausgaben vom Herbst 1916 an 152, 153.

=Kriegssteuern= 153-168 Kriegssteuern als Ergänzung der Anleihepolitik? Vergleich mit England 153-159. Kriegsgewinnsteuer, Verbrauchs- und Verkehrssteuern im Reichstage 160-168.

=Finanzielle Vorschüsse an unsere Verbündeten= 168-171

Wirtschaftskrieg und Kriegswirtschaft 173-282

=Reichsamt des Innern= 175-183 Übernahme des Reichsamts des Innern 175-177. Geschäftsbereich des Reichsamts des Innern, Kriegsrohstoffabteilung, Kriegsernährungsamt 177-183.

=Deutschland als belagerte Festung= 184-201 Skagerrak, Kreuzerkrieg 184, 185. Londoner Deklaration, Ausdehnung des Bannwarenbegriffes 185-188. Die Nordsee von England zum Kriegsgebiet erklärt, Verhalten der Neutralen 188-191. Kontrolle des neutralen Handels 191-196. Rohstoffbezug aus den besetzten Gebieten 196-198. Ernährungsschwierigkeiten bei den Verbündeten 198-200. Ernteerträgnisse und Veränderungen des Viehbestandes in Deutschland 200, 201.

=Der Wirtschaftskampf um die Neutralen= 202-221 Deutscher Gegendruck auf die Neutralen 202, 203. Reglementierung und Zentralisation der Ausfuhr und Einfuhr 203, 204. Wirkungen des planlosen Einkaufs 205, 206. Zentral-Einkaufs-Gesellschaft 207-209. Planmäßige Verbindung von Ausfuhrgenehmigungen, Einfuhrgeschäften und Kreditabmachungen 210-215. Günstige Gestaltung unserer Einfuhr 215-221.

=Die innere Kriegswirtschaft= 221-249

=Die Technik im Dienste der Kriegswirtschaft= 222-227 Steigerung der wirtschaftlichen Kräfte 222, 223. Ersatzstoffe, neue Erfindungen 224-227.

=Umstellung der Unternehmungen und Umgruppierung der Arbeitskräfte= 227-232 Umstellung der Produktion 227, 228. Umgruppierung der Arbeiterschaft 228-231.

=Verbrauchsregelung und Volksernährung= 232-240 Höchstpreise, Rationierung, Beschlagnahme, Bewirtschaftung 232-234. Kriegsgetreidegesellschaft 235-237. Reglementierung und Syndizierung des Handels, Kriegswirtschaftliche Reichsstellen 238. Übertreibung der Zwangswirtschaft 239, 240.

=Bewirtschaftung der Rohstoffe= 240-249 Beschlagnahme und Bewirtschaftung 240, 241. Kriegsrohstoff-Gesellschaften 241-243. Rationelle Ausnutzung der Höchstleistungsbetriebe, Zeitungsgewerbe 243-249.

=Hilfsdienstgesetz und Hindenburg-Programm= 249-282 Munitionskrisis 249-254. Hindenburg-Programm, Hilfsdienstgesetz 254-259. Kriegsamt und Durchführung des Hilfsdienstgesetzes 259-272. Abkehrschein 273, 274. Lohntreiberei 275, 276. Kritik des Hindenburg-Programms und des Hilfsdienstgesetzes 276-278. Transport- und Kohlenkrisis 278-281. Finanzielle Überspannung 281. Überschätzung der deutschen Volks- und Wirtschaftskraft 282.

Friedensbemühungen und U-Bootkrieg 283-430 Kriegführung und Diplomatie als Mittel der Politik 285-288.

=Die Friedensfrage= 288-299 Langsame Gewöhnung an den Gedanken des Erschöpfungskrieges 288-290. Bethmann Hollwegs Kriegsziele 290-292. Deutschlands Friedensbereitschaft, Vernichtungswille der Entente 292-294. Bemerkungen zur Politik des Kanzlers 294-299.

=Die erste Phase des U-Bootkriegs= 300-325 Tirpitz über die Möglichkeit eines U-Bootkrieges 300. Bekanntmachung des U-Boot-Handelskrieges 301, 302. Der Kaiser über die Kriegführung 303. Schonung der neutralen Schiffe 304. Englands Abhängigkeit vom Schiffsverkehr 304-306. Proteste der Neutralen 306, 307. Deutsch-amerikanischer Notenwechsel 307-314. Versenkung der »Lusitania« 314-317. »Freiheit der Meere« 318-323. »Arabic« versenkt 323-325.

=Der verschärfte U-Bootkrieg= 325-338 Lansings Vorschlag über die U-Boot-Kriegführung an die Entente-Vertreter 325-328. Wiederaufnahme der »Lusitania«-Angelegenheit 328, 329. Stellung der militärischen Führung und des Kanzlers zum uneingeschränkten U-Bootkrieg 329, 330. Verschärfter U-Bootkrieg 330, 331. Haltung Amerikas 332-335. Forderung des uneingeschränkten U-Bootkrieges, Denkschrift des Admiralstabes 335, 336. Tirpitz' Rücktritt 337. Reichstag und U-Bootkrieg 337, 338.

=Der »Sussex«-Fall= 338-349

Note Wilsons 339-342. Amerika oder Verdun? 343. Deutsch-amerikanischer Notenwechsel 344-347. Einstellung des verschärften U-Bootkriegs 347-349.

=Die Bemühungen Bethmann Hollwegs um einen amerikanischen Friedensschritt= 349-355 Ineinandergreifen der U-Boot- und Friedensfrage 349, 350. Bemühungen bei Wilson 351-353. Gerards Reise nach Amerika, Wilsons Zurückhaltung 353-355.

=Der deutsche und der amerikanische Friedensschritt= 355-379 Presserede Greys 355, 356. Günstige militärische Position für einen Friedensschritt 356-358. Antwort an Grey 359, 360. Deutscher Friedensvorschlag an die kriegführenden Staaten 360-369. Friedensnote Wilsons an alle Mächte 369-372. Zustimmende Antworten Deutschlands und seiner Verbündeten, schroff ablehnende Antworten der Alliierten 372-379.

=Der uneingeschränkte U-Bootkrieg= 379-430 Keine amerikanische Bemühung zur Aufhebung der Blockade 379-381. Wiederaufnahme der U-Bootfrage 381-383. Verhandlungen im Hauptausschuß über den U-Bootkrieg, meine Stellungnahme gegen den U-Bootkrieg 383-390. Zentrumserklärung und ihre Wirkung auf die Stellung des Kanzlers zu den militärischen Instanzen 390-394. Gutes Ergebnis des U-Boot-Kreuzerkriegs vom Oktober 1916 an 395. Admiralstab und Oberste Heeresleitung verlangen den uneingeschränkten U-Bootkrieg 395-399. Festmahl der amerikanischen Handelskammer 399-403. Neue Denkschrift des Admiralstabes 403-408. Entscheidung für den uneingeschränkten U-Bootkrieg, Vorgänge in Pleß 408-412. Meine persönliche Entschließung 412, 413. Wilsons Botschaft an den Senat 414-417. Wilson ersucht um Mitteilung der deutschen Friedensbedingungen 417-419. Überreichung der deutschen U-Boot-Note, Mitteilung der deutschen Friedensbedingungen 419-421. Die Auffassung Bernstorffs 421-428. Urteil über Wilson als Friedensstifter 428-430.

Der erste fand seinen Abschluß mit dem Verbluten der fast fünfmonatigen Offensive unserer Feinde auf den Schlachtfeldern der Somme, mit der Niederwerfung Rumäniens und mit dem Scheitern des Friedensvorschlages der Mittelmächte vom 12. Dezember 1916 wie des Friedensschrittes des Präsidenten Wilson vom 21. desselben Monats.

Die im Januar 1917 beschlossene Eröffnung des uneingeschränkten U-Bootkrieges leitete hinüber zu dem zweiten Hauptabschnitt, der durch den Eintritt der Vereinigten Staaten in die Reihe der Kriegführenden sein Gepräge erhielt.

Der Darstellung des ersten dieser beiden großen Abschnitte des Krieges gilt der vorliegende Band (Band II des Gesamtwerkes).

Der letzte Band, enthaltend die Darstellung des Krieges bis zum Ausbruch der Revolution und zum Abschluß des Waffenstillstandes befindet sich bereits im Druck und wird in Bälde ausgegeben werden.

Umfang und Art des Krieges

Ein ungeheures Schicksal war über das deutsche Volk hereingebrochen. Allein mit unseren österreichisch-ungarischen Verbündeten fanden wir uns gegenüber der russisch-französisch-englischen Koalition, die von vornherein durch Belgien, Serbien und Montenegro verstärkt war und der sich noch im Laufe des August auch Japan zugesellen sollte. Unser italienischer Dreibundgenosse dagegen lehnte es ab, den Bündnisfall als gegeben anzusehen, und erließ eine Neutralitätserklärung, die den französischen Ministerpräsidenten zu Worten hoher Freude und die französische Kammer zu einer stürmischen Ovation für die »lateinische Schwester« veranlaßte. Auch Rumänien, das seit vielen Jahren durch eine geheime Militärkonvention mit uns verbunden war, hielt sich abseits; König Carol war nicht stark genug, gegen seine widerstrebenden Minister und die ententefreundliche öffentliche Meinung die Erfüllung der von ihm übernommenen Verpflichtungen durchzusetzen.

Die Übermacht der Feinde war erdrückend. Allein Rußland und Frankreich vermochten eine Truppenmacht ins Feld zu stellen, die der vereinigten deutschen und österreichisch-ungarischen erheblich überlegen war. Allein die britische Flotte war eine gewaltige Übermacht gegenüber den vereinigten Flotten Deutschlands und seines Bundesgenossen. Nicht minder war finanziell und wirtschaftlich das ungeheure Übergewicht auf der andern Seite, und schon die ersten Tage des Krieges zeigten, daß unsere Feinde, namentlich England, entschlossen waren, dieses Übergewicht bis zum äußersten auszunutzen.

Auch das stärkste Herz mußte sich von der Sorge bedrückt fühlen, wie das deutsche Volk sich der furchtbaren Übermacht sollte erwehren können. Es brauchte der ganzen Kraft, die nur das Bewußtsein der guten Sache verleiht, um die bangen Zweifel zu verscheuchen und die mutige Zuversicht zu schaffen, mit der das deutsche Volk in den Kampf um sein Dasein und seine Zukunft ging.

Die Straßen hallten wider von dem festen Tritte der Jungmannschaften und der Landwehrmänner, die, blumengeschmückt und vaterländische Lieder singend, ausmarschierten. Die Hoffnungen und die heißen Wünsche des ganzen deutschen Volkes begleiteten sie. Der Abschiedsschmerz und die Sorge um das Wiedersehen gingen unter in der Hingabe an das bedrohte Vaterland. Alles schien klein geworden, was bisher das Leben ausgefüllt hatte; es gab nur noch eines: die Verteidigung des deutschen Bodens und der deutschen Volksgemeinschaft. In diesem Gedanken fand sich ganz Deutschland in erhebender Einheit zusammen, alle Stämme, alle Klassen, alle Parteien. Und diese Einheit, aus der höchsten Not des Vaterlandes geboren, erschien als Gewähr des Sieges.

Die militärische Gestaltung des Krieges

Die Mobilmachung und der Aufmarsch unserer Truppen vollzogen sich mit der größten Ordnung und Präzision. Der Kriegsminister hat mir gegen Abschluß der Mobilisationsperiode erzählt, daß nicht eine einzige Rückfrage der Generalkommandos bei der Zentralinstanz erforderlich gewesen sei. Am 16. August, nach Vollendung des Aufmarsches, begab sich der Kaiser mit dem Großen Hauptquartier in aller Stille von Berlin nach Coblenz.

Inzwischen harrte das deutsche Volk mit atemloser Spannung der ersten Nachrichten von den Kriegsschauplätzen.

Mit besonderer Sorge blickte mancher nach der Nordsee in der Erwartung, daß die dort versammelte britische Flotte, das gewaltigste Geschwader, das je die Welt gesehen hatte, ohne Zögern zu dem so oft angekündigten Vernichtungsschlage gegen unsere junge Marine ausholen werde. Aber der erwartete Angriff erfolgte nicht. Die britischen Kriegsschiffe begnügten sich mit der Jagd auf wehrlose deutsche Handelsschiffe und dem Anhalten neutraler Fahrzeuge, von denen sie im Widerspruch zu allem Völkerrecht deutsche Passagiere und deutsches Gut herunterholten. Dagegen lösten einige kühne Taten unserer Marine großen Jubel aus, so gleich in den ersten Tagen des Krieges der Durchbruch der »Göben« und der »Breslau« durch ein starkes feindliches Geschwader bei Sizilien und ihr Einlaufen in die Dardanellen, vor allem aber die Versenkung der drei englischen Kreuzer durch das U-Boot des Kapitänleutnants Weddigen.

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